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<< back to overview pageOntario - What the papers say ...

FTD Financial Times Deutschland - 24. Juni 2010

Oh, wie schön ist Kanada


Nicht nur die kanadische Wirtschaft läuft auf Hochtouren, auch die Vorbereitungen für den G20-Gipfel, der am Montag im Toronto Metro Convention Centre stattfindet

Starke Banken, solide Etats, robuste Konjunktur – beim Weltwirtschaftsgipfel in Ontario empfiehlt sich der Gastgeber als Vorbild. Doch auch im Ahornkapitalismus droht eine Blase

von Matthias Ruch, Toronto, und Christian Schütte, Berlin
24.06.2010

Der Turmbau zu Toronto bricht schon wieder einen Rekord. Dass die Metropole der kanadischen Provinz Ontario eine ewige Großbaustelle ist, daran haben sich ihre Bewohner längst gewöhnt. Rund um den Fernsehturm, direkt am Ontariosee, schießen immer neue Wolkenkratzer aus dem Boden. Seit einigen Wochen wird nun am „Aura Tower“ gebaut, einem futuristischen Turm, dem höchsten Wohnhaus des Landes: 75 Stockwerke, 245 Meter hoch – 50 Meter mehr als ursprünglich geplant.

Krise? Welche Krise?

Kanadas Immobilienmarkt brummt, die Konjunktur auch. Wenn sich die Mächtigen der G8 und der G20 an diesem Wochenende in Ontario treffen, gibt der Gastgeber zugleich die Rolle des ökonomischen Musterknaben.

Kein anderes großes Industrieland ist mit weniger Blessuren durch die Weltwirtschaftskrise gekommen als Kanada. Sein Wirtschaftsmodell, das noch vor wenigen Jahren als überreguliert und langweilig verrufen war, gilt mit einem Mal als vorbildlich. „Der Rest der Welt glaubt, dass wir das Modell sind, dem man folgen sollte“, sagt Paul Martin, der Kanada einst als Finanzminister und später als Premier auf Stabilitätskurs trimmte. „Ich bin von vielen Ländern gefragt worden, wie man das macht.“

Eine Nation, die sich fast immer im Schatten des übermächtigen und vor kapitalistischem Selbstbewusstsein strotzenden großen Bruders USA sieht, erfüllt das mit besonderer Genugtuung. Die Weltwirtschaftsgipfel sollen nun helfen, die frohe Botschaft so richtig populär zu machen und damit weitere Investoren zu locken.  mehr... 


Kapitalanlage in Kanada - Ein selbstbewusster Finanzplatz lädt zum G-20-Gipfel / Kanadische Banken auf Wachstumskurs


Konservativ geführt, haben die großen Kreditinstitute Kanadas die Finanzkrise ohne Staatshilfen gemeistert. In der Branche wird jetzt über Expansionspläne spekuliert.

Von Norbert Kuls

TORONTO, 16. Juni. Die Nachbarschaft zu den Vereinigten Staaten scheint für Kanadier nicht immer einfach zu sein. "Kanadier definieren sich darüber, was sie anders machen als die Vereinigten Staaten", sagt Janet Ecker, die ehemalige Finanzministerin der kanadischen Provinz Ontario und jetzige Präsidentin der Toronto Financial Services Alliance - eine Initiative zur Förderung des Finanzplatzes der Millionenstadt. Seit der globalen Finanzkrise, die ihre Wurzeln im amerikanischen Häusermarkt hatte und viele amerikanische Banken an den Rand des Abgrunds brachte, haben Kanadier einen neuen Anlass für eine Abgrenzung vom mächtigen Nachbarn im Süden. Kanada war das einzige Land der sieben größten Industrienationen, dessen Banken während der globalen Finanzkrise profitabel blieben und keine direkten staatlichen Finanzspritzen brauchten.

Einflussreiche Finanzmarktreformer wie der ehemalige Chef der amerikanischen Notenbank, Paul Volcker, nehmen sich Kanada mittlerweile zum Vorbild. "Wofür ich eintrete, sieht eher wie das kanadische als das amerikanische System aus", sagt Volcker. Der Berater des amerikanischen Präsidenten Barack Obama ist Fan kanadischer Banken, weil sie stärker als ihre amerikanischen Konkurrenten im traditionellen Einlagen- und Kreditgeschäft verankert sind. Volcker will Kreditinstituten risikoreiche Wertpapiergeschäfte auf eigene Rechnung verbieten.

Aus Sicht der Amerikaner galt Kanada bisher immer etwas als Hinterland, obwohl der Finanzplatz Toronto hinter New York und Chicago der drittgrößte in Nordamerika ist. Mehr als 220 000 Leute arbeiten im Großraum der Hauptstadt von Ontario für einen Finanzdienstleister. Die fünf größten und marktdominierenden Banken Kanadas haben hier ihren Sitz. Die drei führenden Institute, die Royal Bank of Canada, die Toronto-Dominion Bank und die Bank of Nova Scotia, zählen, gemessen am Börsenwert, zu den 25 größten Banken der Welt. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank rangiert auf dieser Liste erst auf Platz 36. Und nicht nur Bankenriesen sitzen in Toronto. Dazu kommen noch zwei der größten Lebensversicherer Kanadas, Pensionsfonds und andere Vermögensverwalter.

In Kanada reagieren die Leute mit einem gewissen Stolz auf die Leistung der Banken. "Dabei lieben es Kanadier eigentlich, ihre Banken zu kritisieren", sagt George Sheen, der den Bereich Finanzdienstleister beim Wirtschaftsprüfer Pricewaterhouse Coopers (PWC) in Toronto verantwortet. Nach einer PWC-Umfrage haben 80 Prozent der Kanadier Vertrauen in das heimische Bankensystem. 72 Prozent glauben, dass die Banken gut geführt sind. Fachleute bestätigen diese Einschätzung.  mehr... 



FAS Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - June 6, 2010

Why Canadian banks are suddenly sexy


Canada's financial institutions have weathered the crisis without government help. Now, they serve as role models for the world.

BY NORBERT KULS

The heart of Canada’s financial world beats in the megacity of Toronto at the intersection of Bay and King. One corner is marked by the massive building of the Bank of Nova Scotia, which evokes townscapes in old movies. The letters BMO, Bank of Montreal, are displayed just across the street. The third corner is dominated by the skyscraper of the Canadian Imperial Bank of Commerce. And at the forth corner, several paths lead to the steel structure of the Toronto Dominion Centre.

One glance is enough to identify Toronto, the capital of the province of Ontario, as a financial metropolis. Canada’s five largest banks are headquartered here. Based on their market capitalization, the Royal Bank of Canada, the Toronto-Dominion Bank and the Bank of Nova Scotia are among the 25 largest banks of the world. “Toronto’s financial centre is the third largest in America, right behind New York and Chicago”, says Sandra Pupatello, Minister of Economic Development and Trade.

In the U.S., Toronto was long considered a boring backwater while the wheel of fortune was spinning at Wall Street and at Chicago’s futures exchanges. The financial crisis has changed all this. Canada is the only country among the seven large industrialized nations whose banks remained profitable throughout the crisis and needed no financial bail-out from government. SudSuddenly, Canadian banks are regarded as role models by its southern neighbour. more... 



Börsenzeitung - April 2, 2010

Canada’s Banks Want to Exploit Rivals’ Paralysis


Banks Planning to Expand to the US – Retail the Future Strategy

By Markus Gärtner, Vancouver

Börsen-Zeitung, April 2, 2010 Rivals in Europe and the US are still licking their wounds. Canada’s banks on the other hand are considering strategic expansion again. Canada imposes more stringent regulations, particularly in the mortgage business. Retail banking business is buoyant thanks to immigration. As a result, Canadian banks have weathered the financial crisis comparatively well. There have been no bail-outs in Toronto.For example, banks in Canada are only allowed to give loans for real-estate purchases if their customers have at least 20% equity. Canada's second largest bank is the Toronto Dominion Bank (TD). Its CFO, Colleen Johnston, reports that last year TD had C$115 billion (€84 billion) loans to the real-estate sector on its books, but defaults of just C$10 million.

Canada's banks also pleasantly surprised analysts in the last quarter. They drastically cut the amount set aside for bad loans – the Royal Bank for example reduced the figure from C$786 million to C$493 million. As a result, they have enough ammunition to consider expansion again. Johnston forecasts good opportunities for take-overs in the US. In the US and in Canadian markets, expansion will focus on the traditional retail business.  more... 

 



The Maple Leaf and the Yankees


Crisis Puts Canada Ahead

Gaertner's Blog
The Global Economy Seen from the Pacific

By Markus Gaertner | April 1, 2010
, Vancouver

The Winter Olympics in Vancouver have thrilled Canada. A new sense of national pride seems to have emerged everywhere. Not that 32 million Canadians had anything to prove.

But like Germany’s experience during the last soccer world cup, sporting successes have exhilarated Canadians and visibly boosted their confidence. Canada is no longer simply the US’s little brother, on hand just to serve a superpower that wields clout – until the downturn anyway.

Today, Canadians are defined less and less by comparisons with the US. The nation’s vast neighbour is ten times bigger with a population of 300 million. But despite the (socalled) upturn and the latest GDP figures, the US economy is still fairly sluggish.   more... 




Börsenzeitung - 14. Mai 2008

Kanadas Aktienmarkt erreicht Rekordhoch


Abhängigkeit von der US-Konjunktur und Rohstofflastigkeit bergen Risiken für den Kursaufschwung

Von Markus Gärtner, Vancouver

Börsen-Zeitung, 14.5.2008 Die Wall Street hofft trotz wachsender Rezessionsangst noch darauf, aber die Bay Street – wie das Gegenstück der New Yorker Börsenmeile in Toronto heißt – hat den Sprung auf einen neuen Rekordstand schon geschafft. Rohstoffwerte und Tech-Titel katapultierten den kanadischen Leitindex zum Wochenauftakt um 145 Punkte nach oben, auf das neue Rekordhoch im Index TSX von 14666. „Das ist nicht unverdient", kommentierte der Research-Direktor Ian Nakamoto bei der Investmentbank MacDougall, MacDougal and MacTier in Toronto fast trotzig. „Wir haben zehn Monate Schmerz und Angst hinter uns."

In der Tat: Der TSX fiel nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzturbulenzen um 17% auf ein Jahrestief, das am 21. Januar erreicht wurde. Seitdem ist das Marktbarometer – an­getrieben von Rohstoffpreisen – wie­der um 22 % gestiegen. Publikumsfir­men aus dem Energie- und Material­sektor machen im TSX rund die Hälfte des Gewichts aus, vor einem Jahr hatte die Gewichtung dieser In­dustrien noch bei 40% gelegen. „Dies ist eine Reaktion auf die Rohstoff-Rally, solange diese nicht kolla­biert, wird Kanada gut abschnei­den", sagt Nakamoto vorher.

Anhaltende Outperformance

„Die relative Outperformance des TSX gegenüber dem S&P500 und anderen bedeutenden Indizes wird anhalten", will auch Douglas Porter, der stellvertretende Chefökonom bei der Bank of Montreal, wissen.  mehr... 



Neue Zürcher Zeitung - 29. April 2008

Torontos Börse stark im Bergbau verankert


Die Börse von Toronto ist die drittgrösste Nordamerikas; nicht weniger als 60% aller weltweit aktiven Bergbauunternehmen sind an der Toronto Stock Exchange kotiert.

Von Karl Felder

Obwohl die kanadische Wirtschaft schon seit einiger Zeit gewisse Verlangsamungszeichen aufweist, ist davon an der Börse von Toronto bis anhin nicht viel zu verspüren. Zwar hat der S&P/TSE-Index vor dem Wochenende nach stetigem Anstieg Korrekturen erfahren, doch ist das Kursniveau zurzeit mit rund 14 200 Punkten nur knapp unter dem Rekordstand vom Oktober. Zwar haben die Banken im Vergleich mit den damaligen Kursen unter den Problemen im kanadischen Geldmarkt gelitten. Der entsprechende Index ist etwas über 15% zurückgefallen, und auch konsumnahe Titel mussten Federn lassen, und zwar im Umfang von rund 17%. Anderseits ist der Index für Materialien (dahinter verbergen sich Unternehmen, die nach Edelmetallen, Basismetallen, Diamanten, Kohle usw. suchen) um nicht weniger als 13,6% gestiegen; die Verbesserung ist grundsätzlich einer einzigen Firma, nämlich der Potash Corp. of Saskatchewan, zuzuschreiben, deren Titel seit Ende Oktober um 83% zugelegt hat.  mehr... 



Neue Zürcher Zeitung - 14. April 2008

Eine Brücke zwischen Kanada und Asien


Wirtschaft im Gespräch /
Hari Panday - ein in der Nische erfolgreicher Banker

Von Karl Felder

Fdr. Vancouver, Anfang April - Man sieht es ihm erst auf den zweiten oder dritten Blick an, aber Hari Panday ist tatsächlich Bankier, auch wenn er nicht in der allerersten Liga der kanadischen Bankenwelt mitspielt. Er leitet die kleine, gerade erst in neue Räumlichkeiten eingezogene ICICI Bank Canada. Im Gegensatz zu den kanadischen Grossbanken, die mit ihren Wolkenkratzern das Finanzzentrum um die Bay Street in «downtown» Toronto bevölkern, liegt Hari Pandays bescheidenes Hauptquartier eher an der Peripherie. Das spielt allerdings kaum eine Rolle, denn die ICICI Bank Canada ist in mehrerer Hinsicht ein Institut besonderer Art. Im offiziellen Sprachgebrauch handelt es sich um eine sogenannte «Schedule II»-Bank; dies bedeutet, dass sie zu 100% von einer ausländischen Bank kontrolliert wird. Im Falle der ICICI ist die Muttergesellschaft ein indisches Institut, das auch unter der Bezeichnung Industrial Credit and Investment Corporation of India Ltd. bekannt ist und als eine der grössten privatwirtschaftlich organisierten Banken des Subkontinents gilt.  

Dass die indische Muttergesellschaft eine ihrer ersten Auslandniederlassungen ausgerechnet in Kanada aufgebaut hat, ist nicht zufällig. In Kanada lebt eine relativ stark etablierte indische Minderheit, hauptsächlich in grösseren Städten wie Toronto und Vancouver. Benutzt man einen der ICICI-Bankautomaten, stellt man allerdings rasch fest, dass das Zielpublikum der Bank nicht nur Indo-Kanadier sind - das Sprachen-Menu der Automaten umfasst nebst Englisch, Französisch, Hindi und Punjabi auch Chinesisch und Tamilisch.  mehr... 



Frankfurter Allgemeine Zeitung - April 7, 2008

Diversity as a Location Advantage


The US recession is beginning to bite. But Ontario, powerhouse of the Canadian economy, has come up with some bright ideas to weather the coming crisis.

By Claus Tigges

TORONTO, April 6, 2008 A merica’s economic headaches are Canada’s, too, as any visitor to Canada over the last few weeks will have quickly realized. The two economies have close ties because of their geographical proximity and the North American Free Trade Agreement, which was signed in the mid 1990s between the US, Canada and Mexico. NAFTA’s objective was to establish virtually free trade of goods and services between the three countries. Over the last few years, Canada has benefited from US growth, and the boom in the oil and gas industry, one of its leading export sectors.

Only a few months ago, many Canadians swelled with pride as the value of their currency overtook its US counterpart for the first time in nearly four decades. But Canada’s delight at outperforming its almighty neighbour on the currency markets is now clouded by worries that a strong currency might be a further blow to an economy so closely linked to the US. Nowhere in Canada is this fear as keenly felt as in Ontario. For good reason — its manufacturing industry depends on exports, and particularly the automotive industry with its long tradition in the province. Ford opened manufacturing facilities here in 1904, General Motors and Chrysler followed in 1918 and 1925 respectively. Now, 14 large assembly plants and more than 450 auto parts suppliers are located in Ontario, employing more than 135,000 people. A little known fact is that more vehicles are now manufactured in Ontario than in any other North American jurisdiction. As a result, the US auto crisis and plummeting sales figures are having a particular impact on Ontario, and Canada as a whole. With a 42 percent share in the country’s gross domestic product, Ontario is Canada’s undisputed economic heartland.

The provincial government in Toronto has realized for some time that the economy will have to be restructured if Ontario is to continue its leading role in Canada, allowing it to provide a high standard of living for Ontarians. Like many regions in North America, decision-makers in Toronto have debated which strategy would be most promising. It did not take them long to hit on the idea of developing Ontario, and Toronto in particular, into a financial services centre. Because financial services jobs are well paid, they are potentially a good substitute for manufacturing jobs that might soon be lost.“Financial services are extremely important for us and our future. We want to grow this sector over the next few years,” explained Sandra Pupatello who is the minister responsible for business development in the provincial government. She is confident that the plan will be successful. Key players in the industry are supporting the government, which explains her level of optimism. “We want to be one of the premier financial services centres in North America, and among the top ten internationally”, said Janet Ecker, President of the Toronto Financial Services Alliance, a public-private partnership bringing together government, leading banks, insurance companies and other Toronto-based financial services stakeholders.Toronto’s advantage is that it does not have to start from scratch.  more...


Handelsblatt - April 1, 2008

Canada Breaks Away From its Big Brother to the South


IN THE WAKE OF THE CREDIT CRUNCH: Canada’s Buoyant Consumer Spending Prevents its Export-Driven Economy From Crashing

Gerd Braune | Ottawa Over the last few weeks, Linda McCallum has been very busy. The quiet winter months are over for the real estate agent from Faulkner Real Estate in the Canadian capital of Ottawa. “For sale” signs have been posted in residential areas, stuck into the slowly melting snow. But in contrast to the US, homeowners here are not selling their properties because they cannot make the mortgage payments. “The market’s healthy. There are no signs of a credit crunch here,” says McCallum. According to her, home-owners selling their properties in Ottawa today will get, on average, 50 percent more for them than seven years ago. She expects no real change in the positive mood in the market this year or next. “We’re confident and so are our purchasers.” Considering the strong ties with the US, it is surprising that Canada has so far escaped the maelstrom of the subprime mortgage crisis. Exporters are feeling the pinch of the US recession and the fall in the value of the US dollar. Expectations are that the economy will slow down significantly. But in contrast to recessions in past decades, Canadians are convinced that their economy has enough momentum to cope better with its problems than the US.  more... 



Focus Money Ausgabe 12/2008

TSX Group: starker Rohstoffprofiteur


Kanadischer Standardwert. Mit der geplanten Übernahme der Börse Montreal weitet die TSX Group ihr Geschäft weiter aus. Umsatz und Gewinn stiegen 2007 um 20 beziehungsweise 13 Prozent.

Toronto ist das Mekka der Rohstoffinvestoren. Dies zeigte vergangene Woche eindrucksvoll die Bergbaukonferenz der Prospectors and Developers Association of Canada (PDAC), für die Tausende Investoren und Minenmanager nach Toronto kamen. Von diesem Umfeld und den derzeit für die Bergbaubranche günstigen Rohstoffpreisen profitiert die TSX Group über ihre Tochter Toronto Stock Exchange (TSX). Denn an der Börse Toronto werden rund 60 Prozent der Bergbaukonzerne der Erde notiert.   mehr... 



Börsenzeitung - 12. März 2008

Low Inflation in Canada Attracts Investors


Resource boom makes Canada less vulnerable to US crises

By Markus Gärtner, Vancouver

Börsen-Zeitung, March 12, 2008

Spiralling food prices are fuelling inflation worldwide. In the US, the inflation rate rose 4.3% over the last 12 months, the highest increase in 16 years. The weak US dollar and higher prices for exports from China boosted the upwards trend—and a looming recession raises the spectre of stagflation.

The European Commission is now predicting that inflation in its member states will rise to an average of 2.6% this year, which would be the highest level since the launch of the single currency. In Europe, the sharp rise in prices is being accompanied by a flagging economy. And in China, after one of the worst blizzards in 50 years, experts are warning of further jumps in inflation, which is growing at the fastest rate in eleven years. The government in Beijing even fears social unrest because food prices, which account for one third of household spending, are soaring by almost 20%.

In this environment, Canada is proving to be an exception to the rule. Between Halifax and Vancouver, the annual inflation rate for the year sank to 2.2%.This is only half the US rate. Food prices rose by only 1.1%. As a result, the divide between inflation in the US and Canada is bigger than it has been in 30 years. At BMO Nesbitt Burns in Toronto, head economist Sherry Cooper sees the strong Canadian dollar as one reason. Over the last year, it has jumped 16% in value compared with the greenback, and has curbed import prices for Canadians. Another reason is a price war between supermarket chains, triggered by Wal-Mart’s expansion in Canada.

Tax cuts help

The top number crunchers at Statistics Canada point to another factor that has reduced prices in the country of the Maple Leaf: the Goods and Services Tax, a sales tax that was cut at the beginning of the year by one percentage point and, according to BMO Nesbitt Burns’ calculations, reduced living costs by about 0.6 points.   more... 



Frankfurter Allgemeine Zeitung - 5. März 2008

Der Devisenmarktbericht / Rohstoff-Währungen haussieren


Die Talfahrt des Dollar an den internationalen Devisenmärkten nimmt kein Ende. 1,5215 Dollar mussten am Dienstag für einen Euro bezahlt werden, nur knapp weniger als zum Rekordkurs von 1,5274 Dollar je Euro zum Wochenbeginn. Und 103,15 Yen genügen zum Kauf eines Dollar; das war zuletzt vor mehr als drei Jahren der Fall. Von einer Verkaufspanik kann gleichwohl keine Rede sein, die Wertverluste der amerikanischen Währung verlaufen bisher in geordneten Bahnen. Die andere Seite der Dollar-Schwäche ist nicht nur die Aufwertung von Euro und Yen, es ist auch die ausgeprägte Stärke vieler sogenannter Rohstoff-Valuten: Währungen jener Länder, die über einen großen Reichtum an Öl, Gas, Kupfer und dergleichen verfügen und die von der steigenden globalen Nachfrage nach diesen Gütern profitieren.  mehr... 



Handelsblatt - 3. März 2008

Boom für moderne Schatzsucher


Investitionen in die Rohstoffexploration erreichen Rekordhöhen – Weltgrößter Kongress tagt in Toronto

Von GERD BRAUNE | TORONTO

Noch nie wurde so stark in die Suche nach Rohstoffen investiert wie heute. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Budgets der Explorationsunternehmen nach
Schätzungen der Metals Economics Group (MEG) im kanadischen Halifax auf mehr als zehn Mrd. US-Dollar – und das nur für nicht-eisenhaltige Metalle und Uran.  Der Zwang, schwindende Reserven zu ersetzen, wird nach Ansicht der Experten in diesem Jahr die Ausgaben für Exploration noch weiter treiben.

In Toronto gibt sich daher in dieser Woche alles, was in Bergbau und Exploration einen Namen hat, ein Stelldichein. 18 000 Teilnehmer aus über 100 Ländern  werden zum viertägigen Kongress der „Prospectors & Developers Association of Canada“ erwartet. „Dies ist weltweit die größte Prospektions- und Explorationskonferenz der Welt“, sagt Rod Thomas, Vizepräsident der Manicouagan Minerals Inc. und Vorsitzender der Konferenz.  mehr...


smart investor 4/2008

Kanada - Auf den Spuren Jacques Cartiers


Cartier? Der Uhrenhersteller? Nein. Jacques Cartier benutzte im 16. Jahrhundert das Wort „canada“ zur Beschreibung eines größeren Gebietes, das vom Häuptling eines irokesischen Ureinwohnerstammes beherrscht wurde. Das Wort setzte sich durch, bald hieß das gesamte Land nördlich des Sankt-Lorenz-Stromes Canada.

Manches Bekanntes

Heute ist Kanada für Aussiedler eines der interessantesten Länder, denn es verbindet den immer noch anziehenden nordamerikanischen Lebensstil mit europäischer Gründlichkeit. Nicht zuletzt weil sich Kanada in den vergangenen 20 Jahren zu einem ernst zu nehmenden Investitionsstandort gemausert hat. Mitte 1985 wurde mit dem Investment Canada Act die Grundlage für einfachere Ansiedlungen ausländischer Unternehmer und Neugründer gelegt. Dabei ist die duale Behandlung einer Firmengründung zu beachten. Viele Bundesgesetze, die in der kanadischen Hauptstadt Ottawa erlassen werden, sind durch zahlreiche Ausnahmen der Provinzen aufgeweicht und den jeweiligen Bedürfnissen der Regionen angepasst.  mehr...